Die Universität Graz vergibt 2026 den Förderpreis für innovative, digitale Lehrprojekte, in denen digitale Medien, Werkzeuge und Methoden didaktisch durchdacht und wirkungsvoll in die Hochschullehre integriert werden. Alleinstellungsmerkmal dieses Förderpreises ist, dass nicht die bloße Nutzung digitaler Tools, sondern deren innovativer, lernwirksamer und reflektierter Einsatz im Mittelpunkt steht.
Auf dieser Seite werden alle Fragen zum Förderpreis beantwortet.
Ist etwas offen geblieben, wenden Sie sich bitte an Dr. Lisa Scheer (DW 5724).
Ihren Antrag reichen Sie unter zlk(at)uni-graz.at ein.
Geförderte Projekte 2026/27 (alphab. nach Lehrprojektleitung)
Projektleiterin:
Mag. Angelika Bernsteiner, MA MA PhD, Post-Doc, Institut für Physik, Fachbereich Physikdidaktik
Motivation/Ausgangslage:
Die digitale Transformation und gesellschaftliche Herausforderungen erfordern einen Naturwissenschaftsunterricht, der über fachliche Inhalte hinausgeht. Lehrkräfte brauchen Kompetenzen, um gesellschaftlich relevante und digital geprägte Lernprozesse zu gestalten. Dafür sind Lerngelegenheiten im Lehramtsstudium nötig, in denen digitale Tools als Teil authentischer Forschungsprozesse reflektiert eingesetzt werden können (Sjöström, 2025; Thoms et al., 2022). Youth Participatory Science (YPS) (Morales-Doyle & Frausto, 2021) bietet hierfür einen geeigneten Rahmen: Studierende bearbeiten als Forschende gesellschaftlich relevante Fragestellungen und wenden dabei wissenschaftliche Methoden und digitale Tools aktiv an. So werden fachliches Lernen, Wissenschaftsverständnis, digitale Kompetenzen und gesellschaftliche Teilhabe verbunden.
Zielsetzung:
Ein solches YPS-Konzept fehlt bisher im Lehramtsstudium (Rüschenpöhler et al., im Review). Daher wird im Projekt ein digital integriertes YPS-Lehrkonzept, das auf andere Fächer übertragbar ist, im Physiklehramtsstudium entwickelt und erprobt. Der Förderpreis ermöglicht die Umsetzung, Entwicklung nachnutzbarer Materialien sowie die Evaluation und Sichtbarmachung der Ergebnisse.
Ziel ist, das Verständnis der Studierenden für die Ziele und Funktionen von Physikunterricht im Zeitalter der Digitalität und der Vielzahl aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen weiterzuentwickeln. Im Fokus steht das Thema „Öffentliche Beleuchtung in Graz“ als gesellschaftliche Herausforderung, das aus verschiedenen Perspektiven (Sicherheit, Gesundheit, Energieverbrauch) wissenschaftlich bearbeitet wird. Digitale Medien wie Sensoren, KoboToolbox, Open Data, QGIS und Tools zur Wissenschaftskommunikation werden über den gesamten Forschungsprozess hinweg eingesetzt.
Ergebnissicherung:
Das entwickelte Lehrkonzept wird in der Lehrveranstaltung „Gesellschaftliche Herausforderungen im Physikunterricht“ verankert und kontinuierlich weiterentwickelt. Die Lehr- und Lernmaterialien werden über das OER-Portal der Universität Graz veröffentlicht. Das Konzept ist flexibel und kann auf verschiedene Themen wie Hitze, Biodiversität, Mobilität oder Hochwasserrisiko übertragen werden.
Projektteam:
Dr.in Sarah Feierabend, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lecturer, Arbeitsbereich für Elementarpädagogik, Projektleitung
Ass.-Prof.in Dr.in Eva Pölzl-Stefanec, Arbeitsbereichsleitung, Arbeitsbereich für Elementarpädagogik, Projektmitarbeiterin
Dr. Martin Stefanec, Wissenschaftliche Mitarbeiter, Artificial Life Lab, Institut für Biologie, NAWI-Fakultät, Projektmitarbeiter
Nikoleta Ntola, M., Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Arbeitsbereich für Elementarpädagogik, Projektmitarbeiterin
Motivation/Ausgangslage:
Generative KI-Tools verändern die Lehre und stellen Lehrende vor Herausforderungen wie Kontrollverlust, „Cognitive Offloading“ und „Deskilling“, bieten aber auch Potenziale für Kompetenzentwicklung. Es braucht konkrete Konzepte zur verantwortungsbewussten Nutzung, da Lehrende und Studierende AI Literacy benötigen, um handlungsfähig zu bleiben. Die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden bleibt dabei zentral für den Lernerfolg. Das Projekt begegnet diesen Herausforderungen, indem KI als Sparringspartner:in genutzt, adaptives Lernen gefördert und der Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen gelegt wird.
Zielsetzung:
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung eines modularen Frameworks, das den didaktisch reflektierten Einsatz generativer KI mit Beziehungsarbeit und Chancengerechtigkeit verschränkt.
- Transferierbare Methodik & Blended Learning:
Das Projekt soll asynchrone, KI-gestützte Vorbereitung mit synchronen Präsenzphasen für Diskussion und Reflexion verzahnen. Das Framework wird im Master Elementarpädagogik und am Institut für Biologie eingesetzt und evaluiert, um die Übertragbarkeit auf verschiedene Disziplinen zu prüfen. - Chancengerechtigkeit:
KI wird gezielt eingesetzt, um individualisierte Lernprozesse zu ermöglichen und Barrieren im Bildungszugang abzubauen. Adaptive Lernformen gleichen unterschiedliche Vorkenntnisse und Zugänge aus und sollen so die Chancengerechtigkeit fördern. - Beziehungsarbeit:
Die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Lehrenden und Studierenden sowie unter Peers soll gestärkt werden. Studierende sollen Lehr-Lern-Prozesse aktiv mitgestalten, was Autonomie, Kompetenzerleben und soziale Eingebundenheit fördert. Das Human-in-the-Loop-Prinzip stellt sicher, dass KI die persönliche Einschätzung der Lehrenden ergänzt, aber nie ersetzt. - AI-Literacy:
Lehrende sollen Studierende beim kritischen und ethisch verantwortungsvollen Umgang mit KI-Systemen unterstützen. Ziel ist es, KI als Werkzeug für den eigenen Erkenntnisprozess einzuordnen und zu hinterfragen.
Ergebnissicherung:
Die Projektergebnisse werden als Open Educational Resources (OER) aufbereitet und stehen auch anderen Disziplinen offen zur Verfügung. Ein begleitender MOOC erklärt das Framework, zeigt Praxisbeispiele und macht die Ergebnisse zugänglich und nachnutzbar.
Projektteam:
Haselberger, Stefan, Mag. Dr. Postdoc, Inst. f. Geographie u. Raumforschung, AG Cascade – Mountain Processes and Mountain Hazards, Projektleitung
Abermann, Jakob, Assoz.-Prof. Dr. Assoz.-Prof., Inst. f. Geographie u. Raumforschung, AG CC-MoRE – Climate Change in Mountain Regions
Trügler, Andreas, Dr. Stationsleitung Sermilik, Inst. f. Geographie u. Raumforschung, AG CC-MoRE – Climate Change in Mountain Regions
Zandler, Harald, Dr. Postdoc, Inst. f. Geographie u. Raumforschung, AG GST – Geospatial Technologies
Pfeffer, Hanna, MSc Doktorandin, Inst. f. Geographie u. Raumforschung, AG Cascade – Mountain Processes and Mountain Hazards
Motivation/Ausgangslage:
Feldexkursionen sind in der Physischen Geographie zentral, da sie direkte Erfahrungen, wissenschaftliche Neugier und wichtige Feldmethoden sowie Soft Skills vermitteln. Sie sind jedoch mit hohem logistischem, finanziellem und ökologischem Aufwand verbunden, insbesondere an abgelegenen Orten wie der Forschungsstation Sermilik (Ostgrönland). Gesundheitliche, ökonomische oder organisatorische Hürden sowie der CO₂-Fußabdruck schließen viele Studierende von solchen Exkursionen aus.
Virtuelle Exkursionen haben sich seit der COVID-Pandemie als ergänzende Lehrformate etabliert, sind aber oft improvisiert und wenig interaktiv. Das Projekt entwickelt daher eine didaktisch aufbereitete, offen lizenzierte virtuelle Feldumgebung, die reale Exkursionen nicht ersetzt, sondern ergänzt: als inklusiver Zugang, Vorbereitung auf Feldarbeit und Archiv arktischer Landschaftsveränderung. Grundlage sind aktuelle Forschungsdaten aus dem ÖAW-Projekt BIOGEO-ARC (2027/28).
Zielsetzung:
Ziel ist eine modulare, didaktisch durchdachte, virtuelle Feldumgebung des Sermilik-Gebiets: eine 360°-Begehung mit integrierten Fachinformationen und interaktiven Aufgaben. Studierende lernen arktische Landschaftsveränderungen und zugrundeliegende glaziale, geomorphologische und biogeomorphologische Prozesse kennen und üben, diese im virtuellen Gelände zu identifizieren, zu kartieren und zu interpretieren. Forschungsnahe Aufgaben wie „Find the Hotspot“, „Drag & Drop“ und „Image Sequencing“ sind an Lernziele und Musterlösungen gekoppelt und werden durch Quizze mit Feedback ergänzt.
Ergebnissicherung:
Alle Materialien (360°-Module, Aufgaben, Storyboard, Dokumentation) werden unter CC BY im OER-Portal der Uni Graz veröffentlicht und sind als Exkursionsvorbereitung, für virtuelle Feldbegehungen und Kartierungen sowie für den späteren Einsatz im Unterricht nutzbar. Der modulare, technisch schlanke Aufbau sichert Nachhaltigkeit: Das Format kann ab WS 2027/28 in Lehrveranstaltungen des Instituts verankert, betreut und flexibel aktualisiert werden. Die Aufnahmen dienen zudem als Baseline für Wiederholungssurveys und als wachsendes Archiv arktischer Landschaftsveränderung.
Projektleitung:
Ass.-Prof. Mag. Dr.rer.nat. Manuel Ninaus, Digital Psychology Lab, Institut für Psychologie
Motivation/Ausgangslage:
Psychologische Theorien werden in der universitären Lehre oft abstrakt vermittelt, sodass Studierende deren konkreten Mehrwert für die Gestaltung digitaler Lernumgebungen nicht immer erkennen. Gleichzeitig gilt spielbasiertes Lernen (z.B. Lernspiele, Serious Games) als motivierend und innovativ, obwohl lernwirksames Design nicht selbstverständlich ist: Fehlende Berücksichtigung kognitiver und motivationaler Prozesse kann Lernerfolg und Motivation beeinträchtigen. Hier setzt die Psychologie an: Im Projekt wird das Educational Game Design genutzt, um theoretisches Wissen in begründete, wissenschaftlich reflektierte Designentscheidungen zu überführen. So wird Theoriearbeit praxisnah, kreativ und gesellschaftlich relevant erfahrbar und es entsteht ein portfoliofähiges Konzept, welches Studierende für Bewerbungen nutzen können.
Zielsetzung:
Ziel ist ein digital gestütztes Lehrformat, in dem Psychologiestudierende wissenschaftlich fundierte Lernspiel-Konzepte entwickeln. In Teams erstellen sie ein Game Design Document mit Theoriebegründung und visuellem Prototyp, ohne technische Umsetzung. Studierende analysieren bestehende Spiele und entwickeln daraus eigene Konzepte, um digitale, medien- und lehrpsychologische Kompetenzen zu stärken.
Ergebnissicherung:
Die Projektergebnisse werden als wiederverwendbares Lehrpaket (OER) bereitgestellt, inklusive Game Design Document-Template, Aufgabenbeschreibungen, Analyseaufgaben mit kuratierter Spielliste, Bewertungsraster, Peer-Feedback-Bogen, Accessibility-/Ethik-Checkliste, Beispielkonzepte und Hinweisen zur visuellen Prototypisierung (https://oer-portal.uni-graz.at/start/index_de.html). Ausgewählte studentische Konzepte werden auf der Website der Arbeitsgruppe (https://digilab.uni-graz.at/de/) veröffentlicht und als Vorlagen nutzbar gemacht.
FAQs zum Förderpreis
Pro Studienjahr vergibt die Universität Graz maximal zwei Förderpreise an Projektvorhaben, in denen innovative digitale Lehr- und Lernformate wissenschaftsbasiert entwickelt, erprobt und reflektiert werden. Projekterkenntnisse sind mit der Scientific Community zu teilen.
Das Preisgeld liegt pro Projekt bei maximal € 4.000 (Einzelantrag) und € 10.000 (Teamantrag) zur Verwendung für Sach- und Personalmittel. Jedem Projektteam wird für die Projektumsetzung zusätzlich hochschuldidaktische und mediendidaktische Beratung und Begleitung zur Verfügung gestellt.
Der Projektantrag kann von einzelnen Lehrenden oder von Lehrendenteams der Universität Graz eingebracht werden.
Der Förderpreis wird für Lehrprojekte vergeben, die darauf abzielen, digitale Medien und Technologien auf BA/B.Sc.- oder MA/M.Sc.-Level bzw. im Lehramtsstudium didaktisch innovativ einzusetzen – sei es durch die Überarbeitung bestehender Lehrformate oder die Erprobung neuer digitaler Ansätze.
Gefördert werden in sich geschlossene Projekte mit Projektleitung sowie definierten Daten für Projektstart und -ende (innerhalb des Studienjahres).
Der Förderpreis zielt darauf ab, den didaktisch reflektierten und innovativen Einsatz digitaler Medien, Werkzeuge und Methoden in der Hochschullehre zu stärken. Dabei geht es nicht um Digitalisierung als Selbstzweck, sondern um die Verbesserung von Lehr- und Lernprozessen mittels durchdachter mediendidaktischer Ansätze.
Förderwürdige Lehrprojekte können zum Ziel haben:
- Entwicklung und Erstellung innovativer, digitaler Lehr-/Lernmaterialien, die in Form von OER mit der gesamten Lehrendencommunity geteilt werden,
- Aufsetzen oder Weiterentwickeln eines didaktisch fundierten Prozesses zum Einsatz digitaler Medien, über den anschließend öffentlich berichtet wird (z. B. Lehrveranstaltungskonzept),
- Beantwortung einer Forschungsfrage zum Einsatz digitaler Technologien in der Lehre und Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse,
- auf Erprobung basierende Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen digitalen Lehre,
- Förderung digitaler Kompetenzen (z. B. AI Literacy) als explizites Lernziel.
Einreichungen können sich auf eine oder mehrere der folgenden Funktionen beziehen (nicht abschließend):
- Interaktion und Aktivierung: Synchrone und asynchrone Kollaboration, digitale Abstimmungs- und Feedbacksysteme, Peer-Feedback-Verfahren
- AI Literacy/Competence: KI als Lernwerkzeug für Studierende (Recherche, Feedback, Textarbeit); KI zur Lehrunterstützung (Materialerstellung, Aufgabenerstellung, Avatare); KI als Gegenstand der Lehre (kritische Auseinandersetzung im Fachkontext)
- Multimediale Wissensaufbereitung: Lehrvideos und Screencasts, Podcasts, interaktive digitale Lernmaterialien
- Simulation und erfahrungsbasiertes Lernen: Virtuelle Labore, spielbasierte Lernszenarien, fallbasierte digitale Übungsformate
- Reflexion: Digitale Lernportfolios, strukturierte Lerntagebücher
- Studentische Produktion: Erstellung digitaler Lernmaterialien durch Studierende, Veröffentlichung als OER
- Forschungs- und Datenorientierung: Einbindung realer Datensätze, Citizen-Science-Elemente
Bewerbungen für den Förderpreis sind sowohl von einzelnen Lehrenden als auch Lehrendenteams der Universität Graz unabhängig von der Karrierestufe möglich.
Digitale Technologien verändern das Lehren und Lernen an Hochschulen grundlegend – insbesondere durch neue Möglichkeiten der Interaktion, Individualisierung und Kollaboration. Gleichzeitig zeigt sich, dass der bloße Einsatz digitaler Werkzeuge allein noch keinen Mehrwert für das Lernen garantiert. Entscheidend ist ein didaktisch reflektierter, innovativer und lernwirksamer Einsatz. Der Förderpreis setzt hier gezielt an: Er würdigt Lehrprojekte, in denen digitale Mittel nicht als Selbstzweck eingesetzt, sondern reflektiert, begründet und kreativ genutzt werden, um Lehr- und Lernprozesse nachhaltig zu verbessern. Damit unterstützt die Universität Graz eine zukunftsorientierte Lehrkultur, die technologische Chancen verantwortungsvoll nutzt.
Die Lehrprojekte werden auf den Uni-Webseiten öffentlich dargestellt. Außerdem sind Projektergebnisse und -erkenntnisse sowohl der Fach- als auch der gesamten Lehrenden-Community zugänglich zu machen. Möglichkeiten hierfür sind:
- OER-Portal der Uni Graz
- Vortrag bei Veranstaltungen, z. B. High Noon – Didaktik zu Mittag, Tag der Lehre
- Beitrag in fachdidaktischen Publikationsorganen
- Beitrag in hochschuldidaktischen Publikationsorganen (Neues Handbuch Hochschullehre, die hochschule, ZFHE etc.)
- Konferenzbeitrag: Paper, Workshop, Poster (z. B. bei der Future Education Conference, dem University Future Festival oder der TURN Conference)
- Workshop in Weiterbildungsprogrammen (an Unis, in Uni-Verbünden, Fach-Community)
Projektverantwortliche werden dabei hochschulintern unterstützt.
- Ausgangslage und Motivation: Eingangs wird präsentiert, welche Beobachtung, Herausforderung, Problemlage und/oder Motivation zur Einreichung geführt hat.
- Projektziel: Das Ziel, das im Projekt verfolgt wird, wird dargestellt und mit der Ausgangsmotivation verknüpft.
- Innovationsgehalt: Das Lehrkonzept verfolgt einen neuartigen didaktischen Ansatz, der über die routinemäßige Nutzung digitaler Werkzeuge hinausgeht. Der Ansatz ist potenziell auf andere Fächer oder Kontexte übertragbar.
- Lernwirksamkeit: Der Einsatz digitaler Mittel aktiviert Studierende und trägt nachvollziehbar zur Verbesserung von Lernprozessen bei.
- Didaktische Reflexivität: Die Wahl der digitalen Mittel ist didaktisch begründet. Die Lehrperson setzt sich kritisch mit dem Einsatz der Technologie(n) auseinander. Beim Einsatz KI-gestützter Werkzeuge umfasst dies insbesondere: die Förderung kritischen Denkens, die Transparenz gegenüber Studierenden, den reflektierten Umgang mit Gefahren (z. B. Halluzinationen) sowie die Frage der Abhängigkeit von (kommerziellen) Systemen.
- Offenheit und Nachnutzbarkeit: Die entwickelten Materialien sind dokumentiert und für andere zugänglich, vorzugsweise als Open Educational Resources (OER) unter einer offenen Lizenz.
- Nachhaltigkeit: Das Lehrkonzept ist dauerhaft in die Lehre integrierbar und erfordert einen vertretbaren Ressourcenaufwand.
- Ethik und Inklusion: Das Konzept berücksichtigt Barrierefreiheit sowie datenschutzrechtliche Anforderungen (DSGVO). Beim Einsatz KI-basierter Systeme werden zusätzlich die Anforderungen des EU AI Act sowie Fragen algorithmischer Fairness und Datensouveränität berücksichtigt.
- Sichtbarkeit: Antragssteller:in(nen) und deren Rolle(n) im Projekt werden vorgestellt. Im Antrag wird erläutert, wie die Sichtbarkeit der Projektergebnisse sichergestellt werden soll.
- Projektplan: Dem Antrag liegt ein detaillierter, realistischer Projektplan (Zeitplan) bei.
- Kostendarstellung: Es wird detailliert skizziert, wofür das Projektgeld verwendet wird.
- Gesamtkohärenz: Die gesamte Projektdarstellung ist kohärent und stimmig.
Beschreiben Sie Ihr Lehrprojektvorhaben in dem Formular und prüfen Sie, ob Sie auf alle Vergabekriterien eingegangen sind. Reichen Sie Ihren Antrag bis Freitag, 31.7.2026 unter zlk(at)uni-graz.at ein.
Alle Anträge für den Förderpreis für innovative, digitale Lehrprojekte werden von einer Jury im Hinblick auf das Erfüllen der Vergabekriterien geprüft. Die Jury setzt sich aus Mitgliedern der Universität Graz zusammen und wird von der Vizerektorin für Studium und Lehre geleitet. Die Entscheidung erfolgt bis 10.8.2026. Alle Antragsstellenden werden nach der Jurysitzung über die Entscheidung informiert.
| Antragstellung: | bis 31.7.2026 |
| Juryentscheid und Bekanntgabe: | 10.8.2026 |
| Projektstart und Durchführung: | spätestens ab 1. Oktober |
| Projektlaufzeit: | maximal 12 Monate |
| Projektende: | 30.9.2027 |
Vor der Einreichung bietet das Zentrum für digitales Lehren und Lernen (Mediendidaktik & Multimediaproduktion) Beratung zum Projektvorhaben.
Nach Zusage des Förderpreises können Serviceeinrichtungen der Universität Graz zur Umsetzung des Projektes für Unterstützung angefragt werden. Dafür stehen insbesondere das Zentrum für Lehrkompetenz (Hochschuldidaktik) und das Zentrum für digitales Lehren und Lernen (Mediendidaktik & Multimediaproduktion) zur Verfügung.
Fragen zur Antragstellung werden jederzeit von Lisa Scheer, Zentrum für Lehrkompetenz, beantwortet.
Uniexterne Expert:innen können auf eigene Kosten zur Unterstützung in der Antragsphase wie auch der Umsetzungsphase herangezogen werden.
Man kann sich mehrmals für den Förderpreis bewerben, muss im Antrag jedoch deutlich machen, wie sich das neue Lehrprojekt von dem unterscheidet, das den Förderpreis bereits erhalten hat.